KOLUMNE - In den Zimmern der Luxushotels
Housekeeping
Manchmal beschleicht mich das Gefühl, als ob sich das Housekeeping hinter der nächsten Ecke auf die Lauer gelegt hat. Es ist mir beinah unheimlich, dass jedes Mal, wenn ich gegen Abend mein Zimmer betrete, Sekunden später von draußen klappern zu hören ist, Klopfgeräusche an mein Ohr dringen und eine Stimme ruft: Housekeeping! Und dabei wollte ich doch nur ein paar Minuten meine Ruhe haben…
Bettdecke im Bett
Liebe Zimmermädchen (oder besser gesagt liebe Hotelmanager, von denen kommen wahrscheinlich die Anweisungen): Warum muss die Bettdecken immer am Fußende ins Bett(gestell) festgesteckt werden? Wie oft komme ich abends völlig erschöpft vom Tag ins Hotelzimmer und will mich nur noch ins Bett legen, einrollen und friedlich einschlafen. Und da passiert es. Man führt nahezu einen Kampf mit der Bettdecke, bis man sie mühevoll mit den Füßen und manchmal auch unter Zuhilfenahme des restlichen Körpers aus dem unteren Teil des Bettes gezerrt hat. Nett gemeint, aber für mich persönlich völlig überflüssig und nervig.
Eine Bar voller Überraschungen – die Minibar
Entweder völlig überteuert, nicht wieder aufgefüllt oder Miniaturalkoholika, die für einen Longdrink nur spärlich reichen. Wir sind ja schließlich keine Zwerge!
Toilettentür
Urlaub mit dem Liebsten. Und wenn man sich auf das stille Örtchen zurück zieht, dann möchte man eine Tür haben, die auch richtig schließt. Eigentlich klingt das logisch. Aber das ist anscheinend keine Selbstverständlichkeit. Wie oft erlebe ich Schiebetüren, die eine Handbreit offen stehen und weit weg sind von einem STILLEN Örtchen. Beliebt sind auch schicke durchsichtige oder michglasartige Designertüren, bei denen man auf dem Präsentierteller sein Geschäft erledigen muss. Vielleicht ein Frauenproblem, aber ich möchte nicht Teil des ganzen Zimmers sein, wenn ich die Badegemächer aufsuche.
Versteckspiel mit dem Fön
Immer auf ein Neues. Da steht man mit nassen Haaren vor dem Spiegel, hat es eilig, der Griff geht zum Fön – doch leider ins Leere. Wo ist er denn? Vielleicht unter dem Waschtisch, im Garderobenschrank, in der unteren Schublade der Kommode oder doch im Schreibtisch? Der Fön gehört ins Badezimmer und zwar in Sichtweite und nirgendwo anders hin.
Beleuchtungsanlagen für Experten
Es gab Hotels, bei denen habe ich mich den gesamten Urlaub lang nicht mit der Zimmer-Beleuchtungsanlage angefreundet. Unzählige verschiedene Schalter und Dimmer erlauben bei gekonnter Anwendung eine perfekte Zimmerausleuchtung. Schön, aber ich bin kein Beleuchtungsanlagenfachmann. Und ich kann und will mir auch nicht merken, welchen Schalter ich auf AN stellen muss, damit ich mein Nachtischlämpchen bedienen kann.





